Hintergrund

Politische Bildung und die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben und uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen wollen, geht uns alle an. Vor allem im Themenbereich Flucht und Migration richtete sich politische Bildung mit einem breiten Angebot an Ehrenamtliche und bürgerschaftlich Engagierte. Geflüchtete selbst wurden bisher jedoch von politischer Bildung kaum erreicht und angesprochen. Mit „Ankommen“ sollen nun Räume geöffnet werden, die über aufsuchende Beziehungsarbeit und niedrigschwellige Zugänge Aushandlungsprozesse ermöglichen, zu Themen, die uns als Gesamtgesellschaft betreffen und zu denen auch und gerade Geflüchtete und Newcomer etwas zu sagen haben. Dabei geht es auch darum, Inhalte, die über Sozialisation und implizite Wissensvermittlung erlernt werden, zu reflektieren und erfahrbar zu machen.

Diese Zugänge sollen insbesondere durch muslimische Multiplikator*innen geschaffen werden. So werden neben der Ansprache von Geflüchteten als Zielgruppe von politischer Bildung gleichzeitig muslimische Akteur*innen in der Flüchtlingsarbeit gestärkt und an politische Bildungsarbeit herangeführt und dadurch Zugänge nutzbar gemacht, die bisher gar nicht oder nur vereinzelt zum Tragen gekommen sind.